Unser Gehirn liebt Bilder. Deshalb wird unser Blick permanent von Bildern angezogen und geleitet. Wollen wir etwas verstehen, so machen wir uns sprichwörtlich „ein Bild davon“. Und hierbei handelt es sich nicht etwa um eine beliebige Redewendung, denn der Großteil unserer täglichen Informationen wird visuell aufgenommen, verarbeitet und erinnert.

Die Macht der Bilder

Bilder sind der Garant für eine erhöhte Aufmerksamkeit und werden von unserem Gehirn müheloser verarbeitet als Text. Denn unser Gehirn kann Bilder und Geräusche direkt verarbeiten und dabei bis zu 90% aller enthaltenen Informationen aufnehmen. Dies führt wiederum zu einem besseren und vor allem schnelleren Verständnis. Bilder unterstützen unser Gehirn zudem täglich dabei, Erlebtes zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und uns zu orientieren.

Fällt beispielsweise der Name einer Person oder eines Gegenstandes, liefert uns unser Gedächtnis meist umgehend das passende Bild. Denn unser Gehirn arbeitet mit, bzw. in Bildern. Unsere Erinnerungen gleichen sozusagen einem Bildarchiv, welches immer das entsprechende Bild parat hält.

Durch die Visualisierung von Informationen können wir Inhalte deutlich besser aufnehmen und uns einprägen. Die Informationen gewinnen an Bedeutung. Wir Menschen haben außerdem ein Grundvertrauen in das Sichtbare, getreu dem Motto: „Ich glaube nur, was ich sehe!“.

Verknüpfung von Bildern und Emotionen

Bei der Verknüpfung von Bildern und Emotionen spielt das limbische System eine zentrale Rolle: Es ist mitverantwortlich für die Bildung von Emotionen und Gedächtnis. Unter Emotionen werden psychische Prozesse verstanden, die durch äußere Reize ausgelöst werden. Diese äußeren Reize werden anhand unserer Emotionen sozusagen beurteilt und haben meist eine bestimmte Reaktion zur Folge.

Wir verfügen gewissermaßen über ein emotionales Gedächtnis, welches auch für das Erlernen von Angst und Freude zuständig ist. So empfinden einige Menschen das Bild einer Maus als furchtauslösenden Reiz, welcher Reaktionen wie weit geöffnete Augen und Zittern zur Folge haben kann. Somit sind Emotionen nach außen sichtbare Reaktionen und werden vor allem durch visuelle Reize hervorgerufen.

Inwiefern uns eine Sache emotional berührt oder uns als unbedeutend erscheint, liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters. Beispielsweise würde ein seltener Oldtimer bei einem Oldtimer‐Fan vermutlich eine direkte Reaktion auslösen. Wo hingegen eine Person die keine Begeisterung für alte Autos hegt, das seltene Gefährt kaum wahrnehmen bzw. das Gehirn kaum Signale senden würde. Löst ein Bild also Emotionen in uns aus, wird es mit diesen verknüpft und deutlich besser erinnert. Denn durch die stärkere Aktivierung des Gehirns werden die verknüpften Bilder und Emotionen im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Menschen sind Emotionen – Die Wirkung von Gesichtern auf unser Gehirn

Das Verknüpfen von Bildern und Emotionen gelingt unserem Gehirn besonders gut in Kombination mit Gesichtern. Denn in Gesichtern erkennen wir die Emotionen Anderer innerhalb weniger Sekunden. Dabei achten wir besonders auf die Partien rund um Mund und Augen. Hier kommen die sogenannten Spiegelneurone ins Spiel. Durch sie werden beim Betrachten von Gesichtern die Emotionen unserer Gegenüber nachempfunden bzw. „gespiegelt“.

Dies funktioniert sowohl im echten Leben, von Angesicht zu Angesicht, als auch über den Bildschirm. Wir kennen das alle aus dem Kino: Der Hauptfigur widerfahren besonders schöne oder schlimme Dinge und wir können kaum hinsehen, ohne dass die Bilder auf der Leinwand Emotionen oder körperliche Reaktionen in uns auslösen. Wir lachen und weinen sozusagen mit den Charakteren auf der Leinwand. Diese meist unbewussten körperlichen Reaktionen werden also bereits durch das bloße Anschauen bestimmter Vorgänge in unserem Gehirn ausgelöst.

Daher wird auch ein Imagefilm erst durch den Einsatz von Menschen besonders wirkungsvoll. Denn auch hier laufen in unserem Gehirn ähnliche Reaktionen wie bei unserem Kinobesuch ab. Vor allem lachende bzw. freundliche Gesichter lösen meist automatisch und unbewusst Empathie und Vertrauen für unser Gegenüber aus.

Gute Gründe für einen Imagefilm erfahren Sie hier …

Fazit – Emotionen wecken und Erinnerungen schaffen

Durch seine visuelle Erzählweise gehört der Film bis heute zu den wirkungsvollsten Medien. Er ist besonders für ein schnelles und leichtes Verständnis von Informationen und das Hervorrufen von Emotionen die wohl effektivste Methode. Filme sind zudem regelrechte Alleskönner – sie sind auf mehreren Kanälen einsetzbar, international verständlich und ihre Bildsprache kann perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten werden.

Es ist außerdem wissenschaftlich bewiesen, dass mit Emotionen verknüpfte Bilder deutlich länger und besser erinnert werden, als rein schriftliche Informationen. So kann eine Botschaft stärker in den Köpfen der Zielgruppe verankert werden.

Vor allem aber gibt es keine Entscheidungen ohne die Beteiligung von Emotionen, ganz gleich wie sehr einige noch an den Homo oeconomicus glauben. Wann immer bei Kunden ein positives Gefühl erzeugt werden kann, erhöht das die Chancen auf Zustimmung und eine langfristige Partnerschaft.

Die wesentlichen Inhalte des Artikels haben wir in diesem kurzen Video zusammengefasst: