Ein Jubiläumsfilm ist ein großartiges Marketing-Tool für Unternehmen, die eine lange, beeindruckende Geschichte vorzuweisen haben. Man könnte sagen, es ist ein Imagefilm, bei dem die Unternehmenshistorie im Fokus steht. Es ist eine komplexe Aufgabe, genau den Film zu entwerfen und anzufertigen, der ein Unternehmen in seiner Gesamtheit darstellt:

Der Imagefilm, der das Unternehmen präsentiert und zu einer Identifikation mit der Marke führt.
Gerade deshalb ist es so wichtig, allen Phasen des Produktionsprozesses die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, von der Planung bis zur Postproduktion:
  •  eine detaillierte Analyse der Marke und der Zielgruppe
  •  eine saubere Formulierung der Ziele für den Film
  •  eine kreative und fokussierte Konzeptionsphase
  •  das Auge und das Fingerspitzengefühl für die richtigen Bilder bei den Dreharbeiten
  •  eine Postproduktion, die alle Sinne des Zuschauers im Blick behält

Der Kunde

Die Marke Ravenol steht heute für Premiumprodukte made in Germany. Der Hersteller von Spezialölen und Schmierstoffen für Industrie, Landwirtschaft, Automobile und Schifffahrt versorgt Kunden in 80 Ländern weltweit. Der Grundstein für den Erfolg wurde 1946 im beschaulichen Werther gelegt. Im Jahr 2016 feierte Ravenol sein 70-jähriges Bestehen. Bei so einem Jubiläum macht es natürlich Sinn, die Erfolgsgeschichte in einem besonderen Jubiläumsfilm darzustellen.

Der Auftrag

  •  Ein Jubiläumsfilm, der die 70-jährige Geschichte in den Fokus stellt
  •  Einblicke in die Unternehmensgeschichte der Marke Ravenol
  •  Darstellung der Entwicklung der Produktpalette und Produktion damals bis heute
  •  Dokumentation des Wachstums und der technischen und logistischen Veränderungen
  •  Bilder finden für die Erfolgsgeschichte zwischen Tradition und Moderne

Dreharbeiten bei Ravenol im Museum in Werther/Westf.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Die größte Herausforderung an diesem Projekt war, dass es aus der langen Unternehmenshistorie kaum bis gar keine Bilder gibt. Das Material, das wir an die Hand bekamen, war zu wenig, um damit eine Geschichte zu erzählen. Geschweige denn, einen Jubiläumsfilm zu produzieren.

Als Unternehmen mit Tradition und mit einem unveränderten Sitz in Werther hatten wir allerdings das Glück, dass einige Mitarbeiter dem Unternehmen ihre gesamte Laufbahn treu geblieben waren. Einige der ersten Auszubildenden des Hauses arbeiten heute immer noch dort. Und haben somit einen sehr genauen, persönlichen Blick auf die Geschichte der Marke Ravenol. Die Geschichte, die auch – wenn nicht vor allem – eine Geschichte von technischem Fortschritt, von Innovation und Globalisierung ist.

Schon beim Vorgespräch bekamen wir einen guten Einblick in die Arbeitsabläufe der Firma in den späten 60er und 70er Jahren. Bei den anschaulichen Erzählungen waren wir uns sicher: Diese Stimmen müssen in den Film, denn sie können die fehlenden Bilder ersetzen.

Das Mittel der Wahl: Interviews

Wer wäre geeigneter, 50 Jahre Unternehmenshistorie zu beschreiben, als der erste Auszubildende des Hauses? Eben. Trotz leichter Erkältung erzählte uns Dieter Lindner von „damals“: Von einer Zeit, in der es ohne Handarbeit nicht ging, in der „alle mit anpacken mussten“. Eine Zeit, in der noch nicht alle Abläufe hochtechnisiert waren.

Auf der anderen Seite interviewten wir die Spezialisten für die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Ravenol-Produkte heute. So konnten wir den Kontrast vom „Damals“ und „Heute“, von Tradition und Moderne darstellen.

Die besten Ergebnisse bei solchen Interviews erzielt man, wenn man es schafft, nur minimal zu leiten und die Experten einfach erzählen zu lassen. Und das so präzise, dass man am Ende nicht stundenlange Aufnahmen auszuwerten hat. Dennoch brauchten wir für die vier Interviews an verschiedenen Orten einen ganzen Tag. Es steckt eben eine ganze Menge Arbeit in einem solchen Jubiläumsfilm, die am Ende kaum mehr zu erahnen ist.

Dreharbeiten bei Ravenol im Lager in Werther/Westf.

Die Aufnahmen: modernste Technik, modernste Bilder

Mehrere Dreh- und Reisetage haben wir eingeplant, um trotz der dunkleren Wintermonate eindrucksvolle Aufnahmen von den Produktionsstätten, den Arbeitsräumen und Laboren zu machen. Da Licht und Helligkeit einen enormen Einfluss auf die Wirkung der Bilder haben, ist hier Präzisionsarbeit gefragt. Und man muss genau da hin, wo die Bilder sind. Schließlich braucht es das beste Material, um am Ende ein top Ergebnis zu erzielen.

Die Auswahl der Bilder erfolgt dann in einem längeren Prozess. Welche Bilder wirken am besten? Welche zeigen anschaulich, wie es aussieht im Hause Ravenol und wie dort gearbeitet wird? Wie müssen die Bilder zusammengestellt werden, um den besten Effekt zu erzielen und die richtige Stimmung zu erzeugen? Stück für Stück entsteht so die Geschichte, die der Film erzählt. Gleichzeitig mit der Bildebene wird die Wortebene weiter entwickelt. Denn die Ebenen müssen perfekt zusammenpassen, um mit dem Film die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Die allwissende Stimme: Der Off-Text

Um die Geschichten aus den Interviews ideal zu verknüpfen, haben wir auf einen professionellen Off-Sprecher gesetzt. Bevor der jedoch ans Werk gehen kann, ist es immens wichtig, einen aussagekräftigen und ansprechenden Text zu verfassen. Welche Botschaften sollen vermittelt werden? Welche Worte sollen verwendet werden? Wie viel ist genug, wie viel ist zu viel?

Erst wenn bis ins kleinste Detail geplant und getextet ist, kann die passende Stimme sich an die Arbeit machen. Denn nicht nur die Bilder erzeugen Emotionen und sprechen den Zuschauer auf Gefühlsebene an, sondern auch die Stimme. Sie vermittelt ebenso Werte wie Vertrauen und Sicherheit. Es kommt auf die Gesamtkonzeption an – die Komposition aus Bild und Ton.

Gleiches bei der Musik: Hier gilt es, genau die passende Musik zur Stimmung zu finden. Zur Marke. Zur Botschaft. Nicht von ungefähr gibt es gute und schlechte Filme. Filme, an die wir uns gern erinnern, aber auch Filme, die wir „nervig“ oder „langweilig“ finden. All diese Reaktionen kommen zustande, weil wir Filme auf mehreren Ebenen wahrnehmen und auch so abspeichern. Bilder, Text, Musik, Geschichte – es muss alles stimmig sein, um ein positives Gefühl zu erzeugen.

Das Resultat:

Ravenol hat jetzt einen Imagefilm, der die Entwicklung der Marke im Laufe der Zeit darstellt. Eine Marke zwischen Tradition und Moderne. Überzeugen Sie sich selbst: