Es klingt verblüffend einfach: Man setzt sich eine futuristisch wirkende Brille auf und taucht in eine andere Welt ein. Virtual Reality transportiert ihre Nutzer an beliebige Orte. Diese können fantastisch, aber auch vollkommen realistisch sein. So wie man virtuell einen Berggipfel besteigen oder eine atemberaubende Unterwasserwelt bewundern kann, kann man z. B. auch auf Messen den Betrieb oder die Produktionsstätte eines Unternehmens besichtigen.

Überhaupt lässt sich die Technologie in viele unterschiedliche Unternehmensbereiche oder Geschäftsmodelle integrieren, um Kunden ein besonderes Erlebnis zu bieten. Die Möglichkeiten der virtuellen Realität sind also vielfältig und spannend und bergen großes Potenzial in sich.

Was ist Virtual Reality?

Virtual Reality beschreibt die Darstellung einer künstlich erschaffenen Welt. Der Zuschauer begibt sich in diese virtuelle Umgebung und erlebt eine Atmosphäre, die Empathie und ein Gefühl von Nähe erzeugt. Dank dieses Mediums kann man unterschiedlichste Szenarien unmittelbar erlebbar machen.

Nicht nur im Bereich Animationsfilm werden völlig neue, dreidimensionale Bilderwelten erschaffen, auch im Realfilm ist Virtual Reality mittlerweile ein bedeutendes Thema. Bereits Mitte der 1990er-Jahre war der Begriff schon einmal groß in den Medien. Filme wie Strange Days von Kathryn Bigelow erweckten den Eindruck, dass die Technologie kurz vor dem Durchbruch stünde. Doch es blieb vorerst bei einem Strohfeuer – auch aufgrund der im Vergleich zu heute schlechten Leistung der damaligen Grafikchips, die für eine pixelige Darstellung der Bilder sorgten. Zudem war die Sensortechnik noch nicht so ausgereift, dass Kopfbewegungen millimetergenau und verzögerungsarm in die virtuelle Welt übertragen wurden. Rund 20 Jahre später ist Virtual Reality wieder auf dem Vormarsch – und zwar unaufhaltsam.

Wie entsteht die virtuelle Realität?

Mit kugelförmigen 360°-Kameras (z. B. die Insta360 Pro), an denen rundherum mehrere Objektive angeordnet sind, wird die gesamte Umgebung aus unterschiedlichen Blickwinkeln in 360° aufgenommen. Eine Software rechnet die einzelnen Kamerabilder wieder zusammen. So entsteht später eine 360°-Aufnahme der Umgebung. Bei der Anordnung der Objektive wurde der Abstand des menschlichen Augenpaares zum Vorbild genommen. Wie bei der menschlichen Anatomie wird auf diese Weise der Eindruck bzw. die Wahrnehmung von räumlicher Tiefe erzeugt.

So richtig eintauchen in die virtuelle Welt kann der Zuschauer natürlich nur, wenn er alles andere um sich herum ausblendet. Dieser Mittendrin-Effekt wird mit stereoskopischen 360°-Videos erzielt, die man mit einer Virtual-Reality-Brille anschauen kann. Anders als z. B. beim 3D-Kino füllt der Blick durch eine Brille das gesamte Sichtfeld aus: Man nimmt seine echte Umgebung nicht mehr wahr, sondern betrachtet ausschließlich die virtuelle Welt.

Mit dem richtigen Equipment in die virtuelle Realität

VR-Brillen können direkt an einen PC oder eine Konsole angeschlossen werden. Andere funktionieren mit Smartphones, die in eine spezielle Halterung eingesteckt werden. Eine preiswerte Alternative sind die sogenannten Cardboards (Smartphone-Halterungen). Rein mechanische Smartphone-Halterungen funktionieren Im Prinzip alle gleich: Sie nehmen das Gerät auf und vergrößern den Inhalt des Displays durch zwei Lupenlinsen. Im sogenannten Cardboard-Modus wird das Bild zweimal leicht versetzt nebeneinander dargestellt. So wird der Abstand der Augen simuliert. Durch die leichte Verschiebung der beiden Bilder wird ein räumlicher Eindruck geschaffen.

Ein wichtiges Merkmal bei der Funktion dieser Brillen oder Cardboards ist das sogenannte Head-Tracking: Dreht man seinen Kopf in unterschiedliche Richtungen, werden die Bewegungen in die virtuelle Realität übertragen. Man kann sich also praktisch im Raum umschauen.

Die rasante Entwicklung der Smartphones war maßgeblich am zweiten Frühling der Virtual Reality beteiligt: Ohne sie gäbe es heute wahrscheinlich keine preiswerten hochauflösenden Minidisplays und keine so guten Sensoren. Die VR-Qualität der rein mechanischen Smartphone-Halterungen ist im Vergleich zu den echten VR-Brillen natürlich schlechter, da das Sichtfeld bei den Smartphone-Displays wesentlich kleiner ist und die Sensoren im Smartphone nicht unbedingt für Head-Tracking ausgelegt sind.

Einsatzgebiete von Virtual Reality

Neben Spielen gibt es natürlich auch viele weitere Einsatzgebiete für die virtuelle Realität. Sie wird beispielsweise auch im Marketing und Verkauf eingesetzt. So können große Automarken ihre Fahrzeuge inzwischen schon detailgetreu in allen Ausstattungsvarianten virtuell konfigurieren, um Kunden einen genauen Eindruck von ihrem Wunschmodell zu vermitteln. Virtuelle Showrooms bieten zudem die Möglichkeit, Produkte auf eine emotionale und interaktive Weise zu präsentieren. Auf Messen kann man eine virtuelle Betriebsbesichtigung vornehmen oder ein Produkt in Aktion bestaunen. Das ergibt vor allem Sinn, wenn man komplexe Produktionsabläufe erlebbar machen möchte. Architekten, Designer und Konstrukteure nutzen Virtual Reality, um ihre Entwürfe originalgetreu zum Leben zu erwecken, bevor sie umgesetzt werden. Es gibt auch schon Ansätze für die Psychotherapie, z. B. um bestimmte Ängste zu therapieren. In Zukunft soll die Technologie auch in der Luftfahrt oder beim Militär zum Einsatz kommen, um gefährliche Situationen zu simulieren und entsprechend auf diese reagieren zu können.

Fazit und Ausblick

Bei der Virtual Reality handelt es sich um eine zukunftsträchtige Technologie, die gerade im Begriff ist, sich auf dem Markt zu etablieren. VR-Videos sind nach wie vor etwas Besonderes und ein echter Hingucker. Wenn man als Unternehmen seinen Kunden, Auftraggebern oder Partnern Produkte und Dienstleistungen mit diesem Medium näherbringen will, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, auf den Zug aufzuspringen. So bietet sich jetzt die Gelegenheit, eine Art Vorreiterrolle einzunehmen und sich von Mitbewerbern abzuheben.

Hier geht es zu unserem stereoskopischen 360°-Weihnachtsvideo.